Gewalttätige Videospiele entspannen... vielleicht dann doch nicht
Geschrieben von: Michael   
Friday, 04. April 2008 23:58

Erst Mittwoch wurde das Ergebnis einer Studie vorgestellt, nach der gewalttätige Videospiele eher entspannen denn stimulieren. Doch John Timmer von Ars Technica hat Probleme mit der wissenschaftlichen Rigorosität der Untersuchung. Seine Kritikpunkte:

  1. Kein peer review. Die Studie wurde bei einer Konferenz vorgestellt und unterlag vorher keiner echten wissenschaftlichen Sichtung durch andere Forscher des Fachs.
  2. Experimentelle Details wurden nicht veröffentlicht. Gegeben wurde nur Barnetts Interpretation der Ergebnisse.
  3. Das verwendete Spiel, WoW, gehört nicht wirklich zu den Spielen mit realistischer Gewaltdarstellung. Es gibt keinen einheitlichen Block "Spielgewalt", daher lassen sich die Ergebnisse bloß eines Spiels nicht so einfach verallgemeinern.
  4. Die Testgruppe bestand aus 300 Personen beiden Geschlechts und unterschiedlicher Alters- und Sozialgruppen. Damit ergeben sich pro teilbarer Bevölkerungsgruppe nur wenige Samples, so dass gerade eine persönlichkeitsabhängige Betrachtung im Vergleich innerhalb einer Gruppe sich schwierig gestaltet.

Ergebnis, laut Timmer: Schritt in die richtige Richtung, aber zu kurz und zu langsam getreten.

 
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