Gewichtsdiskriminierung
Geschrieben von: Michael   
Friday, 04. April 2008 00:10

Einer Studie der Yale University nach ist gewichtsbasierte Diskriminierung ein wachsender Trend. Wo Rassismus und Sexismus wegen ihrer offensichtlichen genetischen Dependenz als Diskriminierungsgrundlage wegfallen, wird verstärkt das Gewicht als Ausdruck persönlicher Willensstärke, Leistungsbereitschaft und Disziplin herangezogen -- natürlich wieder mit geschlechtlicher Disparität zu Ungunsten der Frauen.

Wäre das Gewicht jedoch so einfach zu beeinflussen, dann wären wir wohl alle gertenschlank. Wir sind es aber nicht, und Studien belegen angeblich, dass dauerhafte Gewichtsanpassungen jenseits eines genetischen Set-Points fast unmöglich, zumindest statistisch insignifikant sind.

 

Abnehmen ist ganz einfach: Man muss sich einfach nur selbst genug hassen. Träume vom beeindruckenden Astralkörper helfen bei weitem nicht so viel wie gesunde Autoaggression gegen den physiologischen status quo. Da mach' ich irgendwann 'nen Bestseller draus. Das wird Wohlfühlliteratur.

 
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