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Sunday, 30. March 2008 16:41 |
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Um sich mal ein wenig präsenter an der Datenschutzdebatte und der Diskussion um informationelle Selbstbestimmung zu beteiligen, hat der Chaos Computer Club in seiner Vereinszeitschrift Innenminister Schäubles Fingerabdruck, samt Anleitung zur Herstellung einer gebrauchsfähigen Kunststoffattrappe aus getrocknetem Holzleim, veröffentlicht. Angaben des Spiegels zufolge werden rechtliche Schritte gegen diese Veröffentlichung geprüft, aber der CCC stützt sich vor allem auf öffentliche Statements des Ministeriums und Ministers, die propagierten, Fingerabdruckinformationen seien nicht gefährlicher oder missbrauchsanfälliger als Passfotos. Ganz so einfach wird der juristische Fall zwischen informationeller Selbstbestimmung, zu prüfendem berechtigtem öffentlichen Interesse und der Gewalt-Sonderstellung des Staates nicht sein, aber interessant wird es auf jeden Fall. Oder um es mit dem zweiten Lieblingszitat aller Anwälte zu sagen: "Damit gehen wir bis nach Karlsruhe!" (Denn das bedeutet in der Regel viele Instanzen, viele Briefe, viele Verhandlungen -- und viel Geld, für den Anwalt, egal wie der Fall ausgeht. Wenn zwei sich streiten, freuen sich die Anwälte.)
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